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70 Jahre Longchamp

Eine Familiengeschichte seit 1948

2018 feiern wir das 70. Jubiläum von Longchamp. 1948 offenbart Jean Cassegrain seine einzigartige Vision von französischer Eleganz und erfindet die Codes des modernen Luxus unter der Marke Longchamp neu. Der Händler von mit Leder bezogenen Pfeifen erweitert sein Savoir-faire auf die Anfertigung von Reiseaccessoires, Handtaschen, Kleidung und Schuhen. Die Maison Longchamp ist bald in der ganzen Welt vertreten.

Longchamp aus der Sicht von Philippe Cassegrain

Für Philippe Cassegrain ist die Maison Longchamp mehr als ein Unternehmen. Sie ist ein Familienabenteuer. Der 1937 Geborene ist elf Jahre alt, als sein Vater 1948 die Maison gründet. Zur Feier des 70. Jubiläums der Marke teilt er seine Erinnerungen über das erste Jahrzehnt nach der Gründung – von den entscheidenden Etappen bis hin zu den Impulsen, die die Essenz von Longchamp ausmachen. „Damals gingen wir donnerstags nicht zur Schule. Wir machten zum Beispiel Zigarettenetuis oder Reisepasshüllen. Ich hatte eine kleine Vergoldungsmaschine, um das Longchamp-Logo aus Blattgold zu prägen.“

Der Aufschwung in Paris 1948

Am 1. Februar 1948 legt Jean Cassegrain den Grundstein für ein großes Abenteuer der französischen Lederwarenherstellung, indem er Longchamp gründet. Mit ihrer Adresse im Herzen von Paris genießt die Maison eine ideale Lage: „Es war der Boulevard Poissonnière im zweiten Arrondissement. Unten im Gebäude war der Tabakladen. Das war der Ort, wo man damals sein musste! Eine Einkaufsgegend. Zudem war es eine schöne Schneise vom Place de la République bis nach Madeleine. Die Champs-Elysées gab es noch nicht lange ...“, erzählt Philippe Cassegrain.

Expansion und Modernität

Mit der Kreation einer mit Leder bezogenen Pfeife begründet Jean Cassegrain den Ruf von Longchamp. Von Anfang an gibt die Maison den Ton an und richtet sich sowohl an eine internationale Klientel, die über die Grands Boulevards flaniert, als auch an die Pariser, Stammgäste in den Theatern der Hauptstadt. Longchamp wird in einem Impuls im Einklang mit dem damaligen Zeitgeist gegründet und ihr Erfolg lässt sich mit vier Worten beschreiben: Kreation, Qualität, Verarbeitung und Service.

Die Pariser Messe

Jean Cassegrain wählt Krokodil- und Eidechsenleder aus und umgibt sich mit den besten Kunsthandwerkern, um eine Kollektion zu erschaffen, die Geschichte machen wird: Am 1. Mai 1948 präsentiert er sie zum ersten Mal auf der Foire de Paris, der unumgänglichen Handelsmesse für Innovationen, wo die Luxushäuser nach dem Krieg ihre Tätigkeiten wieder in Schwung bringen. Philippe erinnert sich: „Mein Vater empfing an seinem Stand Kunden aus der ganzen Welt, die neugierig auf die neuesten Innovationen und Modetrends waren. Man muss den Zusammenhang verstehen: In diesem Jahr wurden die ersten Fernsehgeräte präsentiert und sie funktionierten. - Eine Revolution!“

Inspiration für ein Logo

Auf seinem täglichen Weg zwischen seiner Wohnung und dem Zentrum von Paris genießt Jean Cassegrain den Blick auf eine der letzten Mühlen der Hauptstadt ganz hinten auf der Pferderennbahn von Longchamp. Er spielt mit seinem Namen und dessen Gleichklang mit der Tätigkeit von Mühlen. - Casse-grain – Zerbrechen von Korn ... Er verbindet ihn mit der Welt des Sattlers und der Lederwaren. Seiner Inspiration folgend beauftragt Jean Cassegrain den Zeichner Turenne Chevallereau mit dem Symbol, das die Maison immer begleiten wird: einem galoppierenden Pferd, Zeichen für Eleganz und Bewegung, entworfen vom Zeichner, inspiriert von Jean Cassegrain.

Reisen und Entdeckungen

Jean Cassegrain begann den Aufschwung und setzt ihn fort: Er entscheidet sich, seinem ältesten Sohn eine internationale Kultur zu vermitteln und schickt ihn auf Entdeckungsreise auf andere Kontinente. Mit 16 Jahren bricht der junge Philippe auf einem Schiff der Union Castle Line nach Afrika auf. Im darauffolgenden Jahr, 1954, im Alter von 17 Jahren, kommt Philippe zum ersten Mal nach Hongkong. Auf Afrika und Asien folgt Nordamerika: Er reist in drei aufeinanderfolgenden Jahren dorthin und legt den Grundstein für den weltweiten Erfolg der Maison.

Der Flughafen Orly

In den 50er-Jahren löst der Flughafen Orly Sud eine bedeutende Entwicklung aus: Er zieht nicht nur Reisende an, sondern auch Touristen, die sich die startenden Flugzeuge von den offenen Terrassen aus ansehen und hoffen, einen Blick auf Audrey Hepburn, Greta Garbo, Romy Schneider oder auch Ray Charles zu erhaschen, der dort seine Pariser Interviews gibt. Philippe Cassegrain erzählt: „Mein Vater errichtete früh einen Stand mit Koffern der Marke Longchamp in Orly. Dieses erste Geschäft habe ich geöffnet, welch ein Abenteuer! Ab sieben Uhr morgens verkaufte ich viele Koffer und am Nachmittag war ich im Büro.“

Longchamp, eine Familiensaga

Von Longchamp zu erzählen bedeutet, eine Familiengeschichte zu schreiben. Die Geschichte der Familie Cassegrain. Sie erbte sowohl die Leidenschaft für Leder als auch die grenzenlose Kreativität des Gründers der Maison: Jean Cassegrain. Heute befindet sich die Maison in den Händen der dritten Cassegrain-Generation: Während Jean, der älteste Sohn, Geschäftsführer ist und seine Schwester Sophie Delafontaine die Kreativdirektorin, entwickelt ihr Bruder Olivier die amerikanischen Boutiquen.